Tarif

Frage von Gast

1. Frage Muss tatsächlich die ganze Zeit GPS, Bluetooth und mobile Daten aktiviert sein? Wenn ja, das sind die größten Akkufresser und diese werden nicht lange durchhalten.

2. Frage Wie sieht das aus mit dem Missbrauch beim einchecken, wo bei der jetzigen App ja der 2 Minuten Countdown für da ist. Also das man nicht bei Sicht von Kontrolleuren erst das Ticket abruft.

3. Wird das nextTicket in die VRR App eingebunden?

4. Welchen Abrechungszeitraum wird es geben?

Antwort von VRR Team MB

Hallo, vielen Dank für Ihre Fragen. Zu den einzelnen Punkten anbei die Antworten:

1.) Um die nextTicket-App nutzen zu können, muss die GPS-Funktion aktiviert sein und es muss eine Datenverbindung vorliegen. Bluetooth muss nicht aktiviert sein. In vorgelagerten Tests haben wir den Akku-Verbrauch untersucht und bewertet. Natürlich verbraucht die nextTicket-App Akku-Ressourcen, aber nicht wesentlich mehr als andere Apps auch.

2.) In der nextTicket-App wird es einen Count-up geben. So wird für das Prüfpersonal ersichtlich sein, vor wie viel Minuten genau der Check-in stattgefunden hat.

3.) Für den nextTicket-Praxistest wird es eine separate App geben, die in den jeweiligen Stores zu finden sein wird.

4.) In der Phase I wird monatlich abgerechnet, da es sich bei den Fahrtpreisen um vorläufige Preise handelt. In der Phase II wird unmittelbar nach der Fahrt, mit einen gewissen zeitlichen Puffer, abgebucht.

Kommentare

Zu 1) hatte ich hier gelesen: "Die Internetverbindung stellt sich an U-Bahnhöfen ja unterschiedlich dar. An vielen U-Bahnhöfen werden daher zzgl. sogenannte Beacons verbaut. Diese erleichtern Ihrem Telefon, in Verbindung mit eingeschaltetem Bluetooth, die Ortung. " Also doch nötig? 3) Das war eher NACH Abschluss aller Tests gemeint. Ob das NextTicket dann in der VRR eingegliedert wird? 4) Generell sollte NACH den Test vom ersten bis letzte des Monats gesammelt werden.
Zu1.) Für die Nutzung der App muss die mobile Internetverbindung und die GPS-Ortung eingeschaltet sein. Das Einschalten der Bluetooth-Ortung ist keine Nutzungsvoraussetzung von nextTicket, kann aber erheblich in unterirdischen Stationen helfen. Die Beacons helfen aber nur bei der Ortung, nicht bei der Internetverbindung. Aber auch hier ist es primär wichtig, dass die Funktion eingeschaltet ist. Wenn aus Konnektivitätsgründen kurzzeitig keine Verbindung besteht, sollte dies kein Problem sein.
Zu 3.) Wenn der nextTicket-Praxistest erfolgreich ist und positiv von den Kunden/Testern angenommen und bewertet wird, wird ein mögliches Folgesystem in die VRR-App intigriert.
Zu 4.) Es werden nur Fahrten in der Phase I zusammengefasst, da hier nach den regulären VRR-Tarif bepreist wird. Nur in dieser Phase sind die Preise für eine Fahrt vorläufig, da sich durch das Zusammenfassen Änderungen ergeben können. In der Phase II, wo nach Linien-km bepreist wird, sind die Preise einer Fahrt final. Wir werden Ihre Anmerkung an die zuständigen Stelle weiterleiten.
Ich hoffe dann auch transparent in Form von Broschüren die dieses bzw. das Handyticket näher erklären.
Mir ähnelt das dem Touch & Travel System der Bahn, das Ende 2016 eingestellt wurde. Wird bei den Tickets das auch gehandhabt wie es die Bahn tat?: "Wurden mehrere Fahrten an einem Tag gemacht, wurden diese automatisch rückwirkend zu einer Tageskarte zusammengefasst" (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mobile_Ticketing#Touch&Travel)
Das heute nicht bei erreichen bei 4 Fahrten, dies umgewandelt wird in ein 4er Ticket (günstiger) und dementsprechend abgerechnet wird, finde ich schade. auch bei 10er Ticket sollte bei erreichen der 10 Fahrten, es als 10er Ticket abgerechnet werden. Bei Einzelticket>4er Tickets macht es der VRS jetzt schon. Dort gibt auch bei Handyticket/Onlinekauf Rabatt. Warum der VRR dort nicht den Kunden/Fahrgästen entgegen kommt ist mir schleierhaft.
Werden mehrere Fahrten an einem Tag an einem Tag (bzw. innerhalb 24 Stunden) gemacht, dann werden auch die in Phase 1 des Praxistests mit einem 24-StundenTicket bepreist, sofern sich am Monatsende nicht eine noch günstigere Variante geben sollte.
In der Phase 1 des Praxistests werden die Fahrten ja durchaus zu 24-StundenTickets, 4erTickets oder 10erTickets zusammengezogen. Allerdings ist der Zeitraum, zu dem die Zusammenziehung wirkt, ein Kalendermonat. Ihre Anregung, die Abrechnungsperiode ggf. auch länger zu gestalten, nehmen wir gern im Sinne einer möglichen Weiterentwicklung auf.
Zu nextTicket wird es auch eine Broschüre geben.
Kalendermonat (ersten bist letzten des Monats) ist doch super. Hoffe es gibt kein Limit wie derzeit die 50 Euro in der VRR App? Werden nach Beendigung der Phasen Tests auch die restlichen Tickets berücksichtigt? Fehlen ja 48 Stunden Ticket und Zeittickets. Happy Hour Ticket (Pilotphase) und Zusatz Ticket Ticket. Wird es eine aktuelle Kontostand (wieviel man derzeit zahlen muss) Anzeige geben? Die fehlt derzeit in der VRR App. Ist der Barcode des nextTickets auch offline abrufbar?
Ein Limit (bzw. eine Zwischenzahlung) ist im Praxistest nicht vorgesehen. Nach Beendigung des Praxistests wird u.a. geprüft, ob die Tarifierung auf Basis der bestehenden Ticketarten oder nach km die "bessere"/akzeptiertere Variante ist. Dies ist auch der Zeitpunkt, ggf. weitere Ticketarten in die Ideal-Abrechnung einzubeziehen. Die nextTicket-App zeigt einem die bislang gefahrenen Wege und die bis dahin entstandenen Beträge inkl. Gutschriften an. Barcode offline: ja, nextTicket offline: nein
Wie ich das gelesen habe soll es beim km Modell eine Grundpauschale (1,40 Euro?) und dann pro km (0,20 Euro) abgerechnet werden. Was ist wenn ich an einem Tag öfters fahre und beispielsweise 7,00 Euro (24 Std. Ticket PS A) erreiche? Wird auch nur dann dieses Ticket berechnet? Wie will man bei direkten Abbuchen die Tickets zusammenfassen zur günstigsten Variante? Oder wird es entweder km Modell oder Ticketart Modell bedeuten?
Die Tarifmodelle in der ersten und in der zweiten Phase sind getrennt zu betrachten. In der Phase II, wo der km-Tarif Anwendung findet, werden keine Tickets zusammengefasst. Bei der Gestaltung der Phase II wird es noch zwei Ergänzungen geben. Zum einen wird es sowas wie einen Kostenschutz pro Fahrt geben sowie einen Bonus, der von der Nutzungshäufigkeit abhängt (ähnlich wie beim 4er- und 10erTicket). Diese Maßnahmen gelten für die Phase II und werden im Detail demnächst veröffentlicht.
Noch ein paar Fragen bzw. Anmerkungen. 1) Mir ist aufgefallen das einige nicht wenige hier Probleme haben mit dem Abrechnungszeitraum des Kalender Monat. Man könnte nach Abschluss der Phasentest 2 Abrechnungszeiträume zur Auswahl geben. Eben der Kalender Monat und dann den 30 Tage Raum wo die bisherigen Fahrten gesammelt werden. Beispiel 30 Tage. 21.02.2019 - 21.02.2019. Diese sind ZUVOR zu wählen, aber auch nach Ablauf veränderbar.
Zudem wäre eine generelle Sammlung ohne 50 Euro Grenze über Kalendermonat bzw. 30 Tage übersichtlicher. 2) Könnte man die Zeittickets bei einer möglichen Einführung des NextTickets ja so einbringen: Bei erreichen der Summe eines dieser Tickets wird eine Meldung mit der Auswahl zwischen T1000 und T2000 eingeblendet wo einem zum Kauf empfohlen wird. Wollen sie ein T1000 der Preisstufe x kaufen? Ja/Nein oder ein T2000 der Preisstufe X? Ja/Nein. Bei höheren PS dann nochmals die Fragen.
3) Wäre ein Offline Check-In bei fehlender Datenverbindung technisch machbar? Bei Check Out ginge das lass ich in anderen Kommentaren. Dann wird das Check-out gespeichert und bei wieder vorhandenen Datenverbindung im Hintergrund an den Server geleitet. Es kann ja vorkommen das man am Steig einer U-Bahn steht und kurzfristig mitfahren möchte, aber durch fehlende Datenverbindung kein Check in hinbekommt. Nach oben laufen ist keine alternative, da kurzfristig. ;)
Vielen Dank für Ihre Anregung. Uns ist Ihre Feststellung auch nicht entgangen. In den Praxistest gehen wir nun mit dem Kalendermonat-Abrechnungszeitraum. Teilnehmer, die der Marktforschung zugestimmt haben, werden dabei über als gut und weniger gut Befundenes gefragt. Zudem beziehen wir Nutzer und Nichtnutzer von nextTicket in weitere Gestaltungsmöglichkeiten mit ein. Ihre Anregung(en) nehmen wir dabei gern auf.
Es gibt im nextTicket-Praxistest keine "50-EUR-Grenze". Über Ihre konstruktiven Ideen, nextTicket auch Intensivnutzer interessant zu machen, freuen wir uns. Sicherlich wäre dies eine Möglichkeit, eine Art Monats-Preisdeckel einzuführen, den wir im Blick behalten werden. Allerdings verfolgt nextTicket auch das Ziel "Preisstufen", die ja stark mit heutigen Tarifgebietsgrenzen/starren Gebieten zusammenhängen, langfristig abzulösen. Daher bestehen auch andere Ideen für Intensivnutzertarife.
Technisch ist mit großem Aufwand oft eine Menge machbar. Wesentlich bei nextTicket ist, dass mit dem Check-in eine prüfbare Fahrtberechtigung auf das Smartphone gespielt wird. Um diese zu erhalten, ist die Datenverbindung zurzeit unerlässlich. In unseren Tests konnten wir feststellen, dass die Datenverbindung in U-Bahnhöfen kaum noch ein Problem darstellt. Schwieriger ist dort nur die Ortung. Hier hilft in vielen Fällen ein zusätzlich eingeschaltetes Bluetooth.
Da sind noch 2 Fragen aufgetaucht. 1) Wenn man 2-5 Personen auswählt, können der/die auch später zusteigen bzw. kann man diese später erst einchecken? Oder muss man die Fahrt zusammen antreten? 2) Gilt für die Phase 2: Wird der Festpreis pro Person erhoben? Oder wird dieser nur 1 mal fällig?