
Abgeschlossener Dialog: nextTicket-Praxistest
Der Zugang zum ÖPNV soll einfacher, flexibler und fairer werden. Mit dem nextTicket-Praxistest möchten wir die neue Ticket-Generation im VRR auf den Weg bringen und dabei lernen.

Mit dem nextTicket-Praxistest möchten wir die neue Ticket-Generation im VRR auf den Weg bringen und dabei von Ihren Erfahrungen lernen. Ziel ist es, den Zugang zum ÖPNV zukünftig einfacher, flexibler und fairer zu machen.Dazu suchen wir den direkten Austausch mit Ihnen und stehen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Vom 15.01- 28.02.2018 haben wir hier Ihre Fragen beantwortet.
Also wenn ich das mit dem festpreis lese dann ist es völlig uninteressant für mich.
Festpreis und Leistungspreis sind zwei ganz unterschiedliche Preisbestandteile: Der Festpreis fällt pauschal bei einer Fahrt in Phase 2 des Praxistests an und hat mit Kilometern gar nichts zu tun. Kilometer werden erst mit dem Leistungspreis wirksam.
Ohne Festpreis würde Ihre Kurzstrecke nur 20 bzw. 40 Cent kosten, was für VRR und Verkehrsunternehmen wirtschaftlich nicht vertretbar wäre.
Sie schreiben, dass es in Phase II neben dem Grundpreis auch einen LINIEN-km-Tarif gibt.
Hallo und Danke für den Hinweis. Im nextTicket-Praxistest wird zunächst anhand der Linien-km bepreist. Natürlich gibt es auch noch andere Maße für die Preisfindung, wie z.B. die Luftlinie. Im Praxistest gilt es herauszufinden, welches Maß für den VRR-Raum am besten geeignet ist. Daher wird das gesamte Projekt von einer professionellen Marktforschung begleitet. Sicherlich ist eine Bepreisung anhand der Luftlinie eine Alternative, die man für eine mögliche Zeit nach dem Praxistest betrachten wird. Wir sind hier auch mit den Kollegen vom VRN im engen Austausch.
Gute Idee, aber nicht ganz neu:
Hallo und Danke für Ihren Hinweis. Das Modell der Oyster Card haben wir natürlich auch betrachtet. Da es sich beim nextTicket um einen zeitlich beschränkten Test handelt, haben wir uns zunächst auf das Smartphone beschränkt. Eine Lösung auf Chipkartentechnologie wäre im Rahmen einer Testphase mit zu hohen Investitionskosten verbunden. Auch weitere Zahlungsmöglichkeiten, neben Lastschrift und Kreditkartenverfahren, sind in einer möglichen Zeit nach dem Praxistest denkbar.
In Phase I des Tests werden Fahrten für die Kunden bestmöglich am Monatsende zusammengefasst. So kann man, bei ausreichend vielen Fahrten an einem Tag, auch in den den Genuss eines TagesTickets kommen, bzw. bekommt man die Differenz zu den Einzelfahrten erstattet.
In Phase II, wo ähnlich wie bei der Oyster Card anhand der Strecke bepreist wird, werden noch Anpassungen vorgenommen. Diese können ähnlich wie bei der Oyster Card sein. Diese Anpassungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Ich finde das ganze Kontraproduktiv, weil Kontrollwahn und Geldgier sowas vorran Treibt.
Der Sinn der Aktion besteht darin, einen in diesem Raum neuartigen, modernen und einfachen Zugang zu Bus&Bahn anzubieten, auf Akzeptanz zu testen und Anregungen von Kunden aus ihrer Praxiserfahrung für die Weiterentwicklung aufzunehmen.
Ein gutes Leistungsangebot vor Ort hängt u.a. wesentlich damit zusammen, welche Mittel für Busse, Bahnen, Infrastruktur und Personal zur Verfügung stehen/gestellt werden. Im ÖPNV werden die Kosten nur ca. zur Hälfte durch die Fahrgeldeinnahmen gedeckt.
Irgendwie sollte es mit den Restmengen in den nächsten, vielleicht frei wählbaren Zeitraum eingerichtet werden.
Hallo und Danke für Ihre Anmerkung.
Hier muss man zwischen Pre-Paid und Post-Paid unterscheiden.
Alles was Sie bisher an Tickets online kaufen können ist Pre-Paid. Z.B. beim 10erTicket zahlen Sie heute 22 € und bekommen dann 10 Fahrten in der Preisstufe A. Diese können Sie dann anschließend abfahren. Wenn Sie dann doch mal ein Hin- und Rückfahrt in der Preisstufe B machen, können Sie ihr 10erTicket in der Preisstufe nicht nutzen, da Sie sich vorab auf die Preisstufe festgelegt haben.
Im nextTicket-Praxistest wird Post-Paid auf Basis eines Kalendermonats abgerechnet. Sie kaufen hierbei kein bestimmtes Ticket, wie z.B. ein 4erTicket oder 10erTicket im Vorfeld. Es werden alle Fahrten innerhalb eines Kalendermonats für Sie ideal zusammengefasst. Das könnte bei 10 Fahrten in der Preisstufe A ein 10erTicket sein, aber es könnten auch drei 24-StundenTickets der Preisstufe A sein. Bei der zweiten Option würden Sie sogar noch etwas sparen. Somit gibt es im Prinzip keine Restmengen, da immer für einen Kalendermonat optimal zusammengefasst wird. Für einen Kalendermonat haben wir uns entschieden, da dies für Kunden leicht nachvollziehbar ist und man es auch von anderen Services, wie z.B. Telefonabrechnung kennt.
Hallo, ich nutze das Ticket 1000, fahre aber fast ausschließlich im Stadtteil (4 Haltestellen) und 1x pro Woche in die City. Kann ich davon ausgehen, dass das Preisgefüge demnächst die regelmäßigen kurzen Fahrten günstiger darstellt?
Hallo und vielen Dank für Interesse am nextTicket-Praxistest und Ihre Anregung. Der Test richtet sich an Ab-und-zu-Fahrer. Da Sie also Abokunde regelmäßig unterwegs sind, wird sich ein Abo für Sie eher lohen als wenn jede Fahrt separat im Rahmen des Barsortiments bepreist wird. Für eine Zeit nach dem Praxistest sind auch attraktive Tarif-Modelle für intensivere Nutzer denkbar.
Unabhängig davon werden wir Ihre Anregung jedoch noch auf Umsetzbarkeit prüfen.
Die Idee der NextApp ist ja sehr fortschrittlich, allerdings sehe ich hier deutliche Preisnachteile bei einem Monatlichen Rechnungsabschluss.
Hallo,
damit der Abrechnungszeitraum für alle Kunden leicht nachvollziehbar ist, wird auf Basis eines Kalendermonats abgebucht. Nachträgliche Buchungen gibt es nicht.
In Phase I wird innerhalb von einem Kalendermonat die getätigten Fahrten auf Basis des regulären VRR-Tarifs zusammengefasst. Berücksichtigt werden hierbei 4erTickets, 10erTickets und das 24-StundenTicket.
Der Vorteil für Sie besteht darin, dass für innerhalb von diesem Abrechnungszeitraum immer das beste für Sie zusammengefasst wird.
Bezugnehmend auf Ihr Beispiel:
Wenn Sie 4 Fahrten von den 6 Fahrten im Januar und die 4 Fahrten im Februar an einem Tag machen, würde Ihnen im Januar ein 24-StundenTicket und zwei EinzelTickets sowie ein 24-StundenTicket im Februar berechnet.
In diesem Fall würden Sie nur 19,40 € bezahlen.
So bleiben Sie stets flexibel und können auch in anderen Preisstufen profitieren, falls Sie mal spontan anders fahren.
Hallo, normalerweise kaufe ich mir VRR 10er Tickets und brauche diese dann in ca. 2 Monaten auf. Wenn die Abrechung monatlich erfolgt, werden dann auch 10er Tickets berücksichtigt??
Hallo,
bei der monatlichen Zusammenfassung von Fahrten wird bei der Bepreisung in der Phase 1 neben dem 10erTicket und dem 4erTicket wird auch das 24-StundenTicket bei der Optimierung für den Kunden berücksichtigt. Allerdings werden keine "Restmengen" in den nächsten Monat übertragen. Der Vorteil bei nextTicket besteht u.a. darin, dass auch Abweichungen von diesem starren Fahrtengerüst bei der Preisfindung berücksichtigt werden. Vielleicht machen Sie doch mal unvorhergesehenermaßen eine dritte Fahrt am gleichen Tag, so dass sich ggf. ein 24-StundenTicket gelohnt hätte? Oder Sie fahren mal zu zweit? Oder doch nur in der Preisstufe A? Bei nextTicket brauchen Sie sich darum nicht zu kümmern.
warum finde ich die nextTicket App nicht im Android Playstore?
Vielen Dank für Ihr Interesse am nextTicket-Praxistest.
Der Start des Praxistests ist für den 01. März 2018 geplant. Rechtzeitig vor dem Start wird die nextTicket-App im Playstore zur Verfügung stehen.
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